AugenZentrum Siegburg
MVZ ADTC Siegburg GmbH

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Intravitreale operative Medikamenteneingabe (IVOM)
2014-07-23

Die medikamentöse Behandlung der Netzhaut in der Stelle des schärfsten Sehens (Makula) ist nicht ganz einfach. Im Gegensatz zu anderen Organen kommen Medikamente, die z.B. als Tabletten eingenommen werden, nur in geringen Spuren im Augeninneren an. Würde man die Dosis so erhöhen, dass im Auge ausreichend Medikament ankommt, wären für den übrigen Körper deutliche Nebenwirkungen zu erwarten. Aus diesem Grunde ist es in vielen Fällen sinnvoll, Medikamente direkt in den Glaskörper (Vitreous) im Augeninneren hineinzugeben (intravitreale operative Medikamenteneingabe = IVOM), um so eine gezielte, für den gesamten Körper nebenwirkungsarme Behandlung zu erreichen.

Zahlreiche Netzhauterkrankungen lassen sich durch IVOM verschiedener Medikamente behandeln. Dazu gehören die feuchte Form der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD), das diabetische Makulaödem, das Makulaödem bei Venenverschlüssen der Netzhaut, die choroidalen Neovaskularisation bei hoher Myopie (Kurzsichtigkeit) und bei Pseudoxanthoma elasticum, die aktive Uveitis, die vitreomakuläre Traktion sowie weitere seltene Netzhauterkrankungen. Verfügbare Medikamente sind die 4 Hemmstoffe des Wachstumsfaktor VEGF Macugen (Pegabtanib), Lucentis (Ranibizumab), Avastin (Bevacizumab) und Eylea (Aflibercept), die 2 Cortidoid-Präparate Ozurdex (Dexamethason-Implantat) und Iluvien (Fluonocinolon-Acetat) sowie Jetrea (Ocriplasmin). Die Auswahl des am besten geeigneten Medikaments muss krankhietsabhängig individuell erfolgen.

Die IVOM gehört nicht zum Leistungsspektrum der Gesetzlichen Krankenkassen. Für viele Erkrankungen bestehen gesonderte vertragliche Vereinbarung mit fast allen Gesetzlichen Krankenkassen, so dass auf den Patienten keine Kosten zukommen. Ist dies nicht der Fall, bieten wir die IVOM für Versicherte der Gesetzlichen Krankenkassen als privatärztliche Leistung an.