AugenZentrum Siegburg
MVZ ADTC Siegburg GmbH

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Informationen zu: Augenkrankheiten:Altersabhängige Makuladegeneration Diabetische Retinopathie Glaukom (Grüner Star) Katarakt (Grauer Star) Netzhautablösung / Glaskörperabhebung Strabismus / Schielen / Winkelfehlsichtigkeit Uveitis Vererbbare Netzhauterkrankungen UntersuchungsmethodenBehandlungsmethodenGesundheitspolitikDownload
Katarakt (Grauer Star)
2012-10-16
Die Katarakt (= Grauer Star, Linsentrübung) ist die häufigste Augenerkrankung bei älteren Menschen. Während eine Katarakt in den Industrieländern nahezu immer erfolgreich behandelt werden kann, zählt sie in den Entwicklungsländern aufgrund fehlender Behandlungskapazitäten zu einer der häufigsten Erblindungsursachen.

Im Laufe des Lebens wächst die Linse im Auge und nimmt an Volumen zu. Damit einher geht eine zunehmende Unbeweglichkeit der Linse, diese hat ab ca. dem 40. Lebensjahr die Altersichtigkeit (= Presbyopie) zur Folge. In der Regel entwickelt sich die Katarakt langsam und wird deswegen nicht immer bemerkt. Durch die Entstehung der Katarakt kommt es zu einer Sehverschlechterung, zur Abnahme der Kontrastsehschärfe, zu Blendungsempfindlichkeit oder zu einer Änderung der notwendigen Brillenkorrektur. Hinweise auf das Vorliegen einer Katarakt sind Probleme beim scharfen Sehen, starke Blendungsempfindlichkeit z. B. bei Sonnenlicht oder bei Gegenverkehr in der Nacht, aber auch die Feststellung, dass man plötzlich ohne Lesebrille wieder Lesen kann.

Die Behandlung einer Katarakt ist nur durch eine Operation möglich. Die Indikation ist in der Regel gegeben, wenn das Sehen subjektiv durch die Katarakt beeinträchtigt oder wenn die Sehschärfe z.B. zum Autofahren nicht mehr ausreichend ist. Eine Katarakt kann auch gleichzeitig mit einem Glaukom oder einer altersabhängigen Makuladegeneration vorliegen. Insbesondere bei der altersabhängigen Makuladegeneration kann die Abschätzung, welcher Anteil der Sehstörung durch die Katarakt und welcher durch die Makuladegeneration verursacht wird, schwierig sein.

Die Kataraktoperation wird heute in der Regel ambulant und in lokaler Betäubung durchgeführt. Bei der Operation wird durch einen kleinen Schnitt die getrübte Linse weitgehend bis auf die äußere Linsenkapsel entfernt. Anschließend wird eine Kunstlinse in die verbleibende Linsenkapsel eingesetzt. Die Kunstlinse sitzt genau an dem Ort, an dem sich zuvor die eigene Linse befand. Das Operationsrisiko dieser häufigen Operation ist relativ gering. Nach der Operation kann es zur Ausbildung eines Nachstars kommen, wenn sich die verbliebene Linsenkapsel trübt. Ein solcher Nachstar kann mit einem Laser erfolgreich behandelt werden.

Die Katarakt-Operation hat sich in den letzten Jahren zunehmend zur refraktiven Chirurgie gewandelt. Durch den Einsatz hochwertiger Premium-Kunstlinsen (asphärische, torisch-asphärische, multifokale, multifokal-torisch Kunstlinsen) und ggf. dem zusätzlichen Einsatz einer LASIK lässt sich heute für viele Patienten durch den Ausgleich von Brechkraftfehlern ein Sehen ohne Brille in der Ferne oder auch in Ferne und Nähe erreichen. Für dieses Ziel ist eine detaillierte Voruntersuchung der Augen erforderlich, um die optimale Linse für das jeweilige Auge individuell bestimmen zu können.

Wesentlich seltener ist eine angeborene Katarakt beim Säugling. Diese fällt dadurch auf, dass die Pupille nicht dunkel ist, sondern einen weißen Reflex zeigt. Abhängig von der Ausprägung bedarf eine angeborene Katarakt einer rasche Operation unter Umständen bereits in den Tagen nach der Geburt, da anderenfalls der Sehvorgang nicht erlernt werden kann und damit eine lebenslange schwerste Sehbehinderung entsteht.